Was, wenn…? – der „Idealjob“

Was, wenn man keinen Job hat, der um 8 beginnt und um 16 Uhr endet – wo jeder Tag anders ist?
Was, wenn dieser Job nicht nur an einem Schreibtisch stattfindet – sondern auch an der frischen Luft?
Was, wenn dieser Job Dich voll fordert – mit all Deinen Ideen, Fähigkeiten und Deiner ganzen Energie?
Was, wenn dieser Job Dir die Verantwortung überlässt – Du eine große Freiheit hast?
Was, wenn dieser Job mit Menschen zu tun hat – die dann auch noch nett sind?
Was, wenn einem wichtig ist, was man da tut – man seine Ziele erreicht?
Was, wenn einem dieser gottverdammte Job auch noch Spaß/Freude macht?!?

Klingt super.  Wenn das die Stellenbeschreibung wäre, ich wäre sofort dabei!

Dann aber stellt man fest, dass mit diesem Job ein gewaltiges Problem verbunden ist: Dass man sich entscheiden muss, wann der Job endet und wo das Privatleben beginnt.
Gibt es dann überhaupt noch eine Grenze? Oder ist der Übergang fließend? Ist das Ganze ein Kontinuum, auf dem sich jeder einzelne Tag immer wieder neu einordnen muss? Und ist das überhaupt schlimm, oder vielleicht ganz wunderbar?
Vielleicht ist es das Ideal von einem Job, in dem man nicht arbeitet, um seine Freizeit zu finanzieren, in der man sich dann wieder erholt, nur um seinen Job zu machen, mit dem man seine Freizeit finanziert.

Wie schlimm muss es sein, wenn man irgendwann aus diesem Teufelskreis erwacht (spätestens von Petrus Pforte aus zurückblickend) und feststellt, dass sich diese Rechnung nicht lohnt? Davor habe ich Angst und bleibe daher bei meinem „Idealjob“.
Aber leider bemisst sich die Angst nicht unbedingt daran, was das größere Risiko ist – sondern sie ist unvernünftig. Und so bleibt letztlich das Risiko, dass ich irgendwann erwache und merke: Der Idealjob bedeutet ein immerwährendes Ruhen an einem Ende des Kontinuums:

Job 100% – Ich 0%

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