Gedanken eines Wochenendes

War es das schon? Kein Interesse mehr am Schreiben? Ist mein Leben langweilig?

Tjaja, musste ja so kommen: Ich habe keinen blassen Schimmer, was ich schreiben soll, will aber wieder mal was loswerden, um meinen gerade erst lieb gewonnenen Blog nicht zu vergessen.
Mein Plan war eigentlich in erster Linie meine – oft wenig nutzbringenden, aber nicht weniger interessanten – Gedanken loszuwerden. Und es ist eigentlich gar nicht so, als hätte ich diese nicht mehr. Nur ist der Weg vom ersten Denken, bis zum „Vor-Dem-PC-Sitzen-Und-Zeit-Haben“ einfach zu weit! Meist ist der Gedanke schon zu Ende gedacht und wirkt auch auf den zweiten Blick längst nicht mehr sooo interessant, geschweige denn festhaltenswert.

Ich versuche mal beispielhaft meine Gedanken des vergangenen Wochenendes festzuhalten:

  1. Warum hat Flickr einen weißen Hintergrund? Ist es nicht viel angenehmer Fotos auf dunklem Hintergrund zu sehen?
  2. Warum vergesse ich Menschen, mit denen ich telefoniert habe? Sind sie mir nicht wichtig genug (als Mensch), oder ist das normal, weil ich zu viele Dinge gleichzeitig im Kopf haben muss?
  3. Warum stopfe ich unüberlegt alles in mich hinein, was Kohlehydrate enthält? Sollte mir verschimmelter Zuckerguss von Weihnachtsgebäck von 2009 eine Lehre sein?
  4. Warum vergeht Zeit schneller, wenn man sie in Gesellschaft verbringt? Und wann ist das gut und wann sollte man sich vielleicht auch Zeit für sich nehmen?
  5. Welche Situation braucht es, um gemeinsam Musik zu machen? Warum ist Musizieren in Gesellschaft zwar cool, wenn es klappt, aber unangenehm intim, wenn die Atmosphäre nicht stimmt? Ist es damit Geschlechtsverkehr ähnlich? Und wenn ja, warum sprechen da aber viel weniger Leute drüber?
  6. Warum sind Autoscheinwerfer eigentlich immer unten am Auto angebracht? Würden sie, wenn sie in einem steileren Winkel nach unten leuchten, weil sie weiter oben angebracht sind, den Gegenverkehr nicht viel weniger blenden?
  7. Ist es gut, wenn man an einem schönen Wochenende mit der Liebsten weniger solcher Gedanken hat – vielleicht, weil man so gut entspannt im Kopf?
  8. Warum bleiben bei den reduzierten Kleidungsstücken immer die „Ungrößen“ (XXS – hallo, wer trägt denn sowas?) ewig über, bis sie vermutlich entsorgt werden? Wirtschaftlich denkende Geschäfte sollten doch daran interessiert sein, möglichst nur die Größen vorrätig zu haben, die Menschen auch tragen können und demnach kaufen.
  9. Sind 5 Euro für 10 Kugeln kandierten und mit Zartbitterschokolade überzogene Ingwerkugeln gerechtfertigt oder Abzocke mit dem Wunsch vieler Menschen bio, fair und extravagant bzw. alternativ einzukaufen?
  10. Wer ist „normaler“? Der, der eine Packliste vor einer längeren Reise schon Monate vorher fertig hat, oder der, der sie wenige Tage vor dem Flug aus dem Internet zieht? Und ist diese Frage eigentlich relevant?
  11. Warum funktionieren Laptops irgendwann wieder, obwohl sie sich lange Zeit stoisch dem Einschalten verwehrten?
  12. Und zu guter Letzt:War es das schon? Kein Interesse mehr am Schreiben? Ist mein Leben langweilig?

Eigentlich ist die letzte Frage grotesk – zumindest in Kombination mit all den weltbewegenden, auf philosophische Antworten wartenden Fragen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Es muss also an etwas anderem liegen. Vielleicht brauche ich endlich ein Smartphone, um schneller bloggen zu können!

… oder einfach ein Notizbuch – sowas soll es ja auch geben.

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