Far Away

Vor nicht allzu langer Zeit befanden wir uns auf unserem Betriebsausflug. Aber da „Betriebsausflug“ beinahe so fade und trostlos wie „Dauercampen“ klingt, nennen wir ihn „Far Away Day“ (FAD).

Und was macht man so, auf einem FAD?
Man läd allerhand Plunder in ein großes Auto, fährt soweit weg wie irgendwie möglich. Diesmal: Chillig in Schillig. Dass dort zufällig ein Paradies für Dauercamper ist bleibt an dieser Stelle unerwähnt.

Stattdessen einige Erfahrungen:

Wir durften erleben, wie satt man werden kann, wenn man – dieser Umstand war den zahlreichen, tödlichen Gräten in meiner, allerdings überaus schmackhaften Räucherforelle geschuldet – seeehr langsam isst.

 

Wir durften uns den Wind der Nordsee um die Ohren blasen lassen.

 

Wir durften uns am nächsten Tag von einem routiniert wirkenden, auf einem Trapezoberkörper sitzenden Kopf darauf hinweisen lassen, dass sich die Einwohner des Campingplatzes in der letzten Nacht von der Tatsache irritiert zeigten, dass ein Jugendzeltplatz einen gewissen Schallpegel erzeugt. (Und wir waren wirklich schon lauter.. – ich habe sogar aus Rücksichtnahme auf das Auslösen meines Blitzes bei Nacht verzichtet; diesem Umstand ist auch die Ermangelung eines Bildes geschuldet.)

 

Wir durften die Hinterhöfe der Einheimischen besichtigen und uns dabei – aufgrund mangelnder Unterschiedlichkeit der Domizile – verlaufen.

 

Wir durften ein Naturschutzgebiet mit Füßen treten, dessen Einwohner zwar unterirdisch leben und zunächst unsichtbar sind, dann aber eine Begegnung mit der Grabegabel und vielen staunenden Augen machten. (Und ja, Akustik und Haptik nach zu urteilen, hat mit jedem Tritt ein Tier Bekanntschaft mit meinem großen Zeh gemacht.)

 

Wir durften, Pedale tretend, unserer eigenes Ableben herbeiführen, während der kollisionssuchende Vorstand „fürchtet euch nicht“ trällerte.

 

Wir durften uns, dank Rotwein und Boule-Kugeln französischer fühlen, als es dem Umstand von Sonnehüten, bedachtem Vier-Mann-Fahrrad, Plastikbechern und Vorgarten einer Wohnsiedlung angemessen gewesen wäre.

 

Wir durften in einem, nach mir benannten Fischlokal Schnitzel essen und dabei die Kamera vermissen.

 

Alles in Allem zwei schöne Tage. Mehr Eindrücke bei Flickr.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Blog, Fotos veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Responses to Far Away

  1. Olli aka BrAiN sagt:

    Coole „Zusammenfassung“! 🙂

  2. Rob sagt:

    Danke. Sicherlich habe ich einiges vergessen…

Deine Meinung

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s